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Archiv für April, 2011

Historische Baustoffe werden immer beliebter

29. April 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ AlterVista

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Nicht nur im Zuge des „grünen Booms“ der letzten Zeit suchen immer mehr Menschen nach alternativen Baumethoden. Dabei entdecken sie nicht nur traditionelle Materialien wie Lehm oder Stroh für sich neu, sondern gehen auch gezielt auf die Suche nach historischen Stücken, die dem neuen Eigenheim das gewisse Etwas verleihen.

So sind alte Holzdielen, Torbögen aus Fachwerkhäusern, besondere Dachziegel und Fliesen sowie alte Eingangstüren usw. sehr beliebt. Die Suche danach ist meist sehr aufwendig, doch das historische Ambiente und eine gewisse Art von Seele, die das Haus dadurch bekommt, sind für die meisten unbezahlbar.

Wobei man ganz klar sagen muss, dass das Internet die Suche nach solchen Baustoffen sehr vereinfacht hat, was ebenfalls zu dem kleinen Trend beitragen könnte. Es ist wirklich interessant, dass sich besonders in unserer schnelllebigen und digitalisierten Welt immer mehr Menschen nach Dingen mit Bestand und einer gewissen alten Tradition sehnen.

Beim Hausbau nie auf eine förmliche Bauabnahme verzichten!

22. April 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Tttrung

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Als Bauherr hat man meist schon genug Stress, doch auf eine förmliche Bauabnahme sollte man trotzdem niemals verzichten. Darauf weist aktuell der Verband Privater Bauherren hin. Auf diese Weise hat man die Möglichkeit eventuelle Mängel frühzeitig zu entdecken und sie vor allem schnell beheben zu lassen.

Die Bauabnahme sollte man unbedingt gemeinsam mit einem unabhängigen Sachverständigen machen, der einem bei der Fehlersuche mit einem professionellen Auge hilft. Entdeckt man Mängel kann man die Bauabnahme verweigern. Da der Unternehmer seine letzte Zahlung erst nach der Bauabnahme bekommt, ist dies ein gutes Druckmittel für eine zügige Behebung.

Natürlich kann man die Mängel auch noch später geltend machen, jedoch dauert dies dann ohne dieses Druckmittel meist viel länger. Gleichzeitig raten die Experten auch dazu in den Verträgen auf eine Klausel wie „Erklärt sich der Bauherr nicht zur Abnahme bereit, gilt sie als erfolgt“ zu achten. Diese verstoße eindeutig gegen das Gesetz, genauer gesagt gegen § 308 Nr. 5 BGB. Einen solchen Vertrag also nicht unterschreiben und noch einmal prüfen und überarbeiten lassen.

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Gebäudesanierung bald von der Steuer absetzen?

15. April 2011 Keine Kommentare
cc by geograph/ Philip Halling

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Aktuell wird ja viel geworben für Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen am eigenen Haus. Dies wird für viele erst durch eine annehmbare Förderung attraktiv. Im Juni möchte die Bundesregierung ihr überarbeitetes Energiekonzept beschließen. Teil davon soll, wenn es nach dem Willen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen geht, auch die Möglichkeit sein, dass Hausbesitzer ihre Sanierungskosten in Zukunft von der Steuer absetzen können.

Laut Röttgen sei ein Steuernachlass für die Hausbesitzer die beste Motivation, denn die Erfahrungen hätten gezeigt, dass diese Absetzbarkeit sich positiv auf den ökologischen Umbau der Häuser auswirke.

Gleichzeitig will sich Röttgen für den Ausbau von Fördermitteln für zinsgünstige Sanierungskredite der staatlichen Förderbank KfW einsetzen. Durch die Gebäudesanierung will man den Energieverbrauch in Deutschland senken, da laut den aktuellen Zahlen des Ministeriums im Gebäudebereich 40% der Treibhausemissionen hierzulande anfallen.

Urteil: DenkmalgeschĂĽtztes Haus mit Solaranlage

8. April 2011 Keine Kommentare
cc by fotopedia/ Pink Dispatcher

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Ein denkmalgeschütztes Haus hat viel Flair, keine Frage, nur muss man bei der Veränderung und Gestaltung des Hauses auch auf etliche Punkte achten. Das Anbringen einer Solaranlage darf nach einem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin jedoch nicht grundsätzlich von der Denkmalbehörde verboten werden. Darauf weist aktuell der Deutsche Anwaltsverein hin.

In dem konkreten Fall ging es um einen Eigentümer eines 1928 erbauten Hauses, der auf dem Dach eine Solaranlage installieren wollte. Das Gebäude steht in einer Mustersiedlung, bei der unter anderem die unterschiedlich gestalteten Dächer auffallen. Aus diesem Grund lehnte die Denkmalbehörde den Bau der Solaranlage ab. Sie würde die erhaltenswerte Substanz deutlich verändern und könne zudem Vorbild für andere Bewohner der Siedlung werden.

Die Richter waren jedoch anderer Meinung: Grundsätzlich könne man auch auf einem denkmalgeschützten Haus eine Solaranlage installieren. Jedoch müsse man dabei natürlich bestimmte Kriterien beispielsweise bei der Ausgestaltung berücksichtigen. Ökologische Aspekte spielten genauso eine Rolle wie die Einsehbarkeit der Anlage. In den verhandelten Fall lag die Solaranlage auf der schlecht einsehbaren Gartenseite, weshalb sie dort montiert werden darf.

Regenwasser darf fĂĽr Waschmaschine benutzt werden

1. April 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ ximencab

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Momentan überlegen viele Hausbesitzer und diejenigen, die gerade neu bauen, wie man Wohnen umweltschonender und ernergiesparender gestalten kann. Dabei ist die Nutzung des Regenwassers ein wichtiger Punkt. Bisher durfte Regenwasser nämlich nur für den Garten und die Toilettenspülung benutzt werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig dehnte dies nun auch auf den Gebrauch der Waschmaschine aus.

Im Grunde ist es einer dieser Fälle, bei dem der gesunde Menschenverstand auf unternehmerische Interessen prallt. Ein Mann sollte seine Waschmaschine umweltschonend mit Regenwasser betreiben. Dafür hat er sich eine Zisterne für rund 7.000 Euro bauen lassen. Der Wasserversorger untersagte ihm aber diese Nutzung und berief sich dabei auf die Trinkwasserverordnung.

Im Jahr 2005 begann der Rechtsstreit und in den ersten Instanzen konnte zumindest schon einmal erwirkt werden, dass der Wasserversorger den Kunden von dem Nutzungszwang des Trinkwassers aus dem öffentlichen Wassernetz befreien musste. Nun haben die Richter aber grundsätzlich entschieden, dass die Wäsche mit Regenwasser zu waschen nicht gegen die Trinkwasserverordnung verstoße.

Negative Folgen fĂĽr die Gesundheit seien dadurch auch nicht zu befĂĽrchten. Die Trinkwasserverordnung diene nicht dazu das Verhalten der Verbraucher die reglementieren. Ach ja, Paragraphen ĂĽber Paragraphen…