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Handwerker-Kosten richtig kalkulieren

cc by wikimedia / Nino Barbieri

Egal ob es ein tropfender Wasserhahn ist, ein Rohrbruch oder eine Komplettsanierung des gĂŒnstig erworbenen Altbaus, irgendwann ist jeder einmal auf die Hilfe von Handwerkern angewiesen. Doch dass diese Ihre Hilfe nicht umsonst anbieten, versteht sich von selbst. Und dass die Kosten, die dann auf einen zukommen können, auch mal ziemlich hoch sein können, ist auch allseits bekannt. Doch mit was genau mĂŒssen Sie rechnen, wenn Sie einen Handwerker beauftragen?

Um Ihnen eine realistische Kostenkalkulation zu ermöglichen, haben wir hier fĂŒr Sie zusammengestellt, was es zu beachten gibt.

Materialbedarf

ZunĂ€chst sollten Sie eine Liste anfertigen, mit ALLEM, was an Material zum Einsatz kommt. Auf die Liste gehören natĂŒrlich zunĂ€chst die Baustoffe, aber vergessen Sie nicht, auch notwendige Maschinen und Kleinmaterial darauf zu vermerken. Ebenso sollten Sie ein GerĂŒst notieren, wenn fĂŒr die Arbeiten ein solches erforderlich ist.

FĂŒr die Kostenkalkulation verwenden Sie die Preise eines Baumarktes plus einen kleinen Aufschlag. Handwerker haben meist eigene Lieferanten und Baustoffe, mit denen sie besonders gern arbeiten, da sie mit jenen gute Erfahrung gemacht haben. Das sollte Ihnen auch ein paar Euro mehr wert sein, da sich das qualitativ meist auszahlt.

Die Arbeitszeit

Bei der Berechnung der Arbeitszeit gilt zunĂ€chst zu bedenken, wie viele Arbeiter erforderlich sein werden. Reichen zwei Handwerker oder ist es doch eher eine Arbeit fĂŒr einen Trupp von 4 bis 6 Leuten? Nun ĂŒberlegen Sie noch, wie viele Stunden diese Arbeiter mit der Aufgabe befasst sein werden. Rechnen Sie bei der Zeit großzĂŒgig und kalkulieren Sie lieber auch noch einen Zuschlag fĂŒr Unvorhergesehenes mit ein.

Die Preise fĂŒr die Arbeitsstunden können Sie bei den Handwerkern erfragen. Diese kann Ihnen jeder Handwerker am Telefon mitteilen, ohne extra zu Ihnen bzw. zu der Baustelle rausgefahren kommen zu mĂŒssen. Erfragen Sie auch gleich die genaue Dauer einer Arbeitsstunde und Preise fĂŒr GerĂ€te. Außerdem sollten Sie nicht vergessen, sich nach MehrbetrĂ€gen fĂŒr Überstunden, Wochenend- oder Notdienste zu erkundigen.

Zu der Arbeitszeit wird man Ihnen auch die Anfahrt in Rechnung stellen. Erkundigen Sie sich daher nach dem Preis fĂŒr die Anfahrt und fĂŒr die Preise jedes gefahrenen Kilometers (sollten diese in der Pauschale nicht enthalten sein).

Vergewissern Sie sich auch, dass man Ihnen die Bruttopreise (also inklusive Mehrwertsteuer) genannt hat. Viele Handwerker nennen nĂ€mlich zunĂ€chst nur die Netto-Preise und der Kunde wird letztendlich von der Mehrwertsteuer negativ ĂŒberrascht.

Preisvereinbarung

Übrigens muss sich der Handwerker an die genannten Preise verbindlich halten. Indem er ihnen diese mitgeteilt hat, hat er Ihnen ein Angebot unterbreitet und sollte es im weiteren Verlauf zu einem Vertragsabschluss kommen, bilden die genannten Preise die Vertragsgrundlage.

Wer preislich auf Nummer sicher gehen und sich vor bösen Überraschungen schĂŒtzen möchte, kann sich einen Kostenvoranschlag machen lassen. Diesen wird der Handwerker allerdings nicht unterbreiten können, ohne sich vor Ort einen Eindruck der Sachlage verschafft zu haben. Preislich ist er an diesen Kostenvoranschlag weitestgehend gebunden. Lediglich eine Überschreitung von bis zu 15% hat der Verbraucher hinzunehmen.

Anders verhÀlt es sich bei einem Festpreisangebot: In diesem Fall ist der Handwerker absolut an den zuvor vereinbarten Preis gebunden und Sie als Dienstleistungsnehmer finanziell auf der sicheren Seite.

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