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Archiv für die Kategorie ‘Architekten’

BIM – Ein Haus entsteht am Computer

3. MĂ€rz 2013 Keine Kommentare
BIM

BIM

Building Information Modeling (BIM mit Autodesk) ist ein Verfahren, das die Bauplanung revolutioniert. WĂ€hrend bisher ein Architekt die Planung eines GebĂ€udes mĂŒhsam zu Papier bringen musste, um es dann sowohl seinem Kunden als auch anderen Einfluss nehmenden Stellen vorstellen zu können, kann er nun das GebĂ€ude am Computer digital entstehen lassen. So kann er seinem Kunden vor Augen fĂŒhren, wie letzten Endes die Realisierung all seiner Vorstellungen aussehen wĂŒrde. Allein das ist schon eine HĂŒrde, an der schon viele Bauvorhaben fast gescheitert sind. Der Mensch denkt nun einmal in Bildern und ein Kunde kann sich erst vorstellen, wie sein Bauvorhaben aussehen wird, wenn er es vor Augen gefĂŒhrt bekommt. Mit den nackten Zahlen eines Fachmanns, kann er nicht anfangen.

VerÀnderungen aus behördlicher Sicht

Aber nicht nur der Auftraggeber muss den Entwurf des Architekten absegnen. Viele Stellen, wie Brandschutzgutachter und Behörden, mĂŒssen erst den Entwurf des Architekten absegnen, bevor man auch nur ansatzweise an die Realisierung denken kann. Und mit jedem Einwand den eine maßgebliche Stelle vorbringt, fĂ€ngt der Planungsaufwand von Neuem an. So geht sehr viel Zeit verloren und Zeit ist gerade in der Baubranche einer der grössten kritischen Erfolgsfaktoren fĂŒr das Gelingen eines Projektes.

Materialplanung
Selbst wenn Behörden und Auftraggeber, nichts mehr gegen den Entwurf einzuwenden haben, kann die Planungsphase bei der Massenberechnung wieder ins Stocken geraten. Oder Änderungen im Bauvorhaben wirken sich plötzlich auf die Menge bestimmter Ressourcen aus, die bei Beginn des Vorhabens anders kalkuliert worden waren.

Virtuelles Projektmanagement
All diese VerĂ€nderungen, die sich immer wieder aufs Neue auf alle Teile der Planung auswirken können, kosten Zeit. Mit BIM reduziert sich dieser Aufwand um ca. 30%. Denn das Planungstool weist eine beeindruckende KomplexitĂ€t auf. Im Prinzip muss man sich BIM wie eine große Anzahl von Listen vorstellen, die alle miteinander vernetzt sind. Wenn man an einem Bestandteil einer Liste eine VerĂ€nderung vornimmt und dann eine Aktualisierung der gesamten Listen vornimmt, kann man sehen, wie und wo sich alle anderen Listen verĂ€ndert haben. Wenn man aus brandschutzrechtlichen GrĂŒnden beispielsweise die Anzahl der Fenster eines GebĂ€udes verĂ€ndert, zeigt sich dies unter UmstĂ€nden in der Materialliste und den Berechnungen fĂŒr die Statik tragender WĂ€nde oder beeinflusst energieeffizientes Bauen. Auch die terminlichen Schnittstellen zwischen verschiedenen Zulieferern könnten jetzt kritisch werden. Es geht also bei BIM nicht nur um die virtuelle Erschaffung des Bauvorhabens. Vielmehr wird so die ganze Projektplanung transparenter. Die Risikoplanung eines Bauvorhabens wird so quasi automatisiert und eine Ursachen/ Maßnahmen Matrix fĂŒr die Risiken, wird bei der Planung gleich mitgeliefert.

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Der Traum vom Eigenheim – beim Hausbau grĂŒndlich planen

31. Mai 2012 Keine Kommentare

cc by geograph.co.uk / Michael Trolove

In Zeiten historisch niedriger Hypothekenzinsen ist es fĂŒr viele der richtige Zeitpunkt gekommen, um den Traum von der eigenen Immobilie jetzt zu verwirklichen. Viele planen daher den Kauf einer Eigentumswohnung und viele ĂŒberlegen sich ein schönes Reihenhaus zu erwerben, aber viele liebĂ€ugeln auch damit, ihr kĂŒnftiges Eigenheim in freistehender Bauweise als Einfamilienhaus zu planen.

Planungsphase beim Hausbau maßgeblich verantwortlich fĂŒr erfolgreiches Bauen
So kommt allerdings gerade wenn es darum geht ein Haus freistehend, als Neubau zu errichten oder errichten zu lassen, maßgeblich darauf an, dass schon in der Planungsphase fehlerfrei agiert wird. Denn in diesem Stadium werden die meisten Fehler gemacht, die dann spĂ€ter nicht oder nur sehr schwer wieder zu korrigieren sind. Ebenso können schon kleine Planungsfehler beim Hausbau eine immense Verteuerung mit sich bringen und wer will schon, dass sein Immobilientaum spĂ€ter irgendwann zum Albtraum wird.

Beim Bauplatzkauf auf Lage und Standort achten – Infrastruktur muss passen!
So ist es bereits in einer sehr frĂŒhen Phase des Hausbaus unbedingt erforderlich, dass bereits beim Bauplatzkauf die Infrastruktur, der die eigenen 4 WĂ€nde umgebenden Region, passend gewĂ€hlt wird. Wie schaut es mit KindergĂ€rten und Schulen in der NĂ€he aus, wie weit ist der Weg zum Arbeitsplatz. Wird vielleicht zwingend ein Zweitwagen nötig, um kĂŒnftig von A nach B zu gelangen? Alles Fragen die unbedingt geklĂ€rt und berĂŒcksichtigt werden mĂŒssen. Aber auch wenn es dann um die Erstellung des Hauses selbst geht wirft dies eine Vielzahl von Fragen auf, die unbedingt bereits im Vorfeld geklĂ€rt werden mĂŒssen. Oft wird die Selbstbauweise ins Auge gefasst. Übrigens einen Caterpillar gebraucht zu kaufen kann durchaus eine gute Möglichkeit sein, um den Bauaushub selbst vornehmen zu können und beispielsweise spĂ€ter dann die Außenanlagen zu planieren.

Keller oder nur Bodenplatte – falsche Weichenstellung irreversibel!

Um Kosten zu sparen ĂŒberlegen manche statt einer Unterkellerung lediglich eine Bodenplatte gießen zu lassen, um dem Haus seine sprichwörtliche BodenstĂ€dnigkeit zu verleihen. Aber aufgepasst, zumeist ist die Unterkellerung einer Immobilie gar nicht so kostenintensiv wie dies oft vermutet wird! Werden die Weichen allerdings hier schon falsch gestellt, wird es dann spĂ€ter kaum noch möglich sein Korrekturen vorzunehmen.

Architektenwahl, Baugenehmigung und Kostenplan aufstellen

Alle diese Dinge gilt es in jedem Fall vor Baubeginn akribisch zu planen und auch unter dem Kostenaspekt grĂŒndlich unter die Lupe zu nehmen. Und auch die gelungene Finanzierungsplanung trĂ€gt maßgeblich zum erfolgreichen Hausbau bei. Vor Baubeginn KostenvoranschlĂ€ge einzuholen und Angebote grĂŒndlich zu prĂŒfen, dies ist es dann auch, was zusammen mit einer gĂŒnstigen Baufinanzierung die Hausbauplanung erfolgreich realisieren lĂ€sst.

Gedanken zur Modernen Architektur in Berlin

10. April 2012 Keine Kommentare

cc by fotopedia / Laurent Cerveau

Als Berliner hat man doch wunderbare Einblicke in die Reichweite moderner Architektur. Die Neue Nationalgalerie oder der Potsdamer Platz stellen dabei jedoch leider eher Ausnahmen dar. Viel prĂ€senter sind die unzĂ€hligen Shopping-Center, die Bahnhöfe und  neuen Wohnbauten. Der Begriff „moderne“ Architektur kann allerdings weiter gefasst werden. Dann fallen auch die BausĂŒnden der DDR-Zeit unter die Kategorie moderne Architektur. In meinen Augen war der Kontrast zwischen den unangenehmen Neubauten am Alexanderplatz und dem klassizistischen Berliner Dom noch grĂ¶ĂŸer als der Palazzo Prozzo, also der Palast der Republik noch da stand.

Es hieß in der Schule immer, dass diese Phase der Architektur von einem pragmatischen Zweck geleitet worden sei. Wenn dem so ist, mal ein pragmatischer Gedanke: der Palast der Republik (warum eigentlich so ein leuchtender Begriff?) wurde gebaut, um die Regierung der DDR zu herbergen. Dieser Zweck hat sich ja nun erledigt, also war es auch dem pragmatischen Stil gemĂ€ĂŸ, dass man ihn abgerissen hat. Insofern war der Streit unter den Berlinern ĂŒber den Palast grundlegend falsch, weil es den Zweck des Architekten verletzt hĂ€tte.

Aber man muss ja nicht nur schimpfen. Wenn man mal von Shopping-Center und Fast-Food-Ketten absieht, kann man die moderne Architektur auch besser darstellen. Das neue Regierungsviertel oder auch die neuen Botschaften der verschiedenen LĂ€nder sind sehens- und staunenswerte Zeugnisse der VorzĂŒge moderner Architektur. Der Wohnungsbau in Stralau zieht sogar regelmĂ€ĂŸig Touristen aus dem fernen Osten an.

Nur leider hat die moderne Architektur in Berlin hĂ€ufig einen großen Fehler. Jede VerĂ€nderung wird zu Ungunsten der Berliner vollzogen. Wenn sich etwas Ă€ndert, wie beispielsweise der Bahnhof Ostkreuz, kann man garantieren, dass die Fahrpreise deutlich steigen. Neue Wohnungen in Stralau wiederum erhöhen den Mietspiegel im Bezirk, was zur Folge hat, das andere unbedeutende Bauten ebenfalls die Mieten anziehen können. Selbst das neue Shopping-Center gilt als erweiterte Einkaufsmöglichkeit, also Miete rauf.

Vielleicht wĂ€re es daher mal ganz interessant zu ĂŒberlegen, ob die Berliner sich nicht die Möglichkeit nehmen sollten, mehr an der Gestaltung des Stadtbildes zu partizipieren? Das wĂ€re doch interessant: jeder VerĂ€nderung muss vonseiten der Einwohner zugestimmt werden.

Architekten: Honorar nach festen SĂ€tzen

13. Januar 2012 Keine Kommentare
cc by flickr/ thost

cc by flickr/ thost

Wer ein Haus bauen möchte, steht ĂŒber kurz oder lang vor der Frage nach dem Architekten. Dabei sollte man wissen, dass diese nach festen HonorarsĂ€tzen arbeiten, die in der Honorarordnung fĂŒr Architekten und Ingenierue (HOAI) festgelegt sind. Ist man genug informiert, kann man die Kosten normalerweise gut im Blick behalten. Darauf weist aktuell die Arbeitsgemeinschaft fĂŒr Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltsverein hin.

Die in der HOAI festgesetzten Honorare seien fĂŒr Architekten verbindlich. Diese errechnen sich aus einer speziellen Tabelle, die sich unter anderem nach Aufwand und KomplexitĂ€t des Bauprojekts richtet. GrundsĂ€tzlich geht man davon aus, dass das Gesamthonorar eines Architekten gut zehn Prozent der Gesamtkosten fĂŒr den Bau ausmacht.

Zudem weisen die Experten darauf hin, dass auslĂ€ndische Architekten oft billigere Angebote als die der deutschen Kollegen machen. NatĂŒrlich kann man sich auch fĂŒr solch ein Angebot entscheiden, jedoch mĂŒssen Bauherren dabei bedenken, dass im Streitfall sie schwieriger zu belangen sind als deutsche Architekten. Der Rechtsstreit findet dann nĂ€mlich am Sitz des beauftragten Architekten, also im Ausland, statt, was in der Regel wiederum mit hohen Kosten verbunden ist.

Neues Immobilienprojekt – Telekom Ten Towers

10. November 2011 Keine Kommentare

Ten Towers

Ten Towers - flickr/akante1776

Die deutsche Telekom ist ja eigentlich bekannt fĂŒr ihren Service in Sachen Telefonie und Internet. Jetzt hat das Unternehmen aber ein neues Produkt erkannt: Immobilien. In MĂŒnchen, um genauer zu sein am Leuchtenbergring entsteht seit Jahren das Center TEN TOWERS. Dabei handelt es sich aber nicht nur um eine normale Immobilie, sondern vielmehr ein Mammutprojekt, das ungefĂ€hr 200 Millionen EUR gekostet hat.

Der GebĂ€udekomplex, der aus zehn TĂŒrmen besteht musste aber genau an das Stadtbild angepasst werden und durfte es nicht stören. Deshalb haben sich die Architekten entschieden die TĂŒrme maximal 50 Meter hoch zu bauen und hat es so geschafft, dass die TĂŒrme zwar das Bild der Stadt beeinflussen, es aber nicht stören. Durch die Bauart der TEN TOWERS hat man außerdem die Möglichkeit geschaffen die gesamten GebĂ€ude natĂŒrlich zu belĂŒften und schont so die Umwelt und die Energiebelastung.

Das Center wurde genau an diesem Ort gebaut, weil man hier besonders nah an der Innenstadt ist und gleichzeitig vielerlei Möglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat. Dazu konnte man alle Organisationseinheiten der Telekom, die zuvor in MĂŒnchen verteilt waren, in einem Komplex zu verbinden. So werden nun Meetings mit besserer Quintessenz möglich, weil man keine Telefon- und Videokonferenzen mehr abhalten muss. Schon am 09.04.2003 wurde der Grundstein fĂŒr den Komplex gelegt, mit Edmund Stoiber und Christian Ude.

Das Projekt bietet 70.000 Quadratmeter bester MietflĂ€che mitten in der Stadt. Die zehn TĂŒrme sind eigentlich nur 5 DoppeltĂŒrme und stehen auf einem GrundstĂŒck von 27.000 Quadratmetern. Die TĂŒrme sind dabei 15 Geschosse hoch und der Rundbau hat 6 Geschosse. Gleichzeitig soll um das Bauwerk ein riesiger Park erhalten werden, der als natĂŒrlicher Erholungsraum dienen soll. Ein besonderer Blickfang sind die verglasten Stege, die sich jeweils im 1. und 14. Geschoss befinden. Im Untergeschoss gibt es reichliche TiefgaragenstellplĂ€tze, um den Arbeiter genĂŒgend Parkmöglichkeiten zu geben. FĂŒr sichere Fluchtwege sorgen ausreichend Stahltreppen an der Aussenfassade.

Weitere Infos zum Telekom Ten Towers.