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Durchchecken eines unfertigen Hauses

22. März 2012 Keine Kommentare

cc by flickr/ ell brown

Man sieht sie recht häufig, wenn man mit offenen Augen durch die Gegend fährt oder geht – die Bauruinen. Da stehen sie nun, halbfertig oder nur zum Teil fertig, legen Zeugnis ab von groĂźen Plänen und wie diese manchmal schief gehen können. Es gibt viele GrĂĽnde, warum ein Bau nicht fertig gestellt werden kann.

Vielleicht sind Bauvorschriften nicht beachtet worden und die Behörde hat einen Baustopp verfügt. Vielleicht ist ganz und gar ohne Genehmigung munter drauflos gebaut worden und die Behörde hat dem Schwarzbau Einhalt geboten. Vielleicht ist dem Bauherrn das Geld ausgegangen. Oder es gab einen tragischen Trauerfall in der Familie, nun sind andere Dinge wichtiger als das halbfertige Haus.
In den meisten Fällen, in denen so ein unfertiges Haus zum Kauf angeboten wird, ist es allerdings wirklich die blanke Geldfrage. Da wurden bei der Finanzierung gravierende Fehler gemacht, die gesamte Kalkulation brach zusammen und damit war das Aus für das Bauvorhaben gegeben. Um nun noch zu retten, was zu retten ist, soll die Bauruine verkauft werden. Doch Vorsicht, wer ein solches unfertiges Haus erwirbt, um es fertig bauen zu lassen, der sollte sehr kritisch die vorhandene Bausubstanz prüfen.

Denn wenn es finanzielle Engpässe beim Bau gibt, wird nicht selten an hochwertigen Materialien und an Facharbeitern gespart. Daher empfiehlt es sich immer, einen versierten Spezialisten zu Rate zu ziehen, wenn man ein unfertiges Haus kaufen möchte, das ist ähnlich wie bei der Altbausanierung. Der Laie hat einfach keine Vorstellung, welche Arbeit und Kosten da auf ihn zukommen können.

Der Fachmann, das kann ein Architekt, ein Bausachverständiger oder ein Baugutachter sein, weiß dagegen sehr genau, wo die kritischen Punkte liegen, auf die er sein Hauptaugenmerk zu richten hat. Er kann dem potentiellen Käufer eine detaillierte Darstellung über die zu erwartenden Kosten und den gesamten Umfang der Arbeiten liefern. Letztendlich bleibt dem Kaufinteressenten die Entscheidung überlassen, ob er sich dieser Aufgabe stellt.

Hausbau – Wie findet man einen Architekten, wie teuer ist das und worauf muss man achten?

19. September 2010 Keine Kommentare

53HVFSFRYPCA Mammutaufgabe Hausbau
Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte und sich mit dem Abenteuer Hausbau auseinandersetzt, der wird schnell merken wie umfangreich und vielfältig die Aufgaben sind. Während der gesamten Bauphase, von der Planung über die Grundsteinlegung bis hin zur Schlüsselübergabe stehen Gespräche mit Behörden, Handwerkern und Lieferanten an. Ein unerfahrener Häuslebauer kann schnell mit den Anforderungen überfordert sein und wichtige Dinge vergessen. Es ist daher empfehlenswert, während der gesamten Bauphase auf einen Architekten zurück zugreifen, der Erfahrung und nötiges Know-How besitzt. In Deutschland wird nur jedes zehnte Haus in Zusammenarbeit mit einem Architekten entworfen. Eine sehr geringe Zahl, betrachtet man die vielfältigen Vorteile, die der Fachmann bieten.

Vorteile eines Architekten
Ein Architekt stellt während der Zusammenarbeit sein komplettes Wissen zur Verfügung. Als Berater verhandelt er mit Handwerkern und kümmert sich um anfallende Formalitäten. Er vertritt als Sachverwalter die Interessen des Hausbauers, zu denen auch das möglichst kostengünstigste Bauen gehört. Baumängel kann sich der Architekt nicht erlauben. Fünf Jahre lang muss er für eigene Fehler haften, sein eigenes Interesse an einem problemlosen Hausbau ist also sehr groß.

Den richtigen Architekten finden
Nicht jeder Laie darf sich einfach Architekt nennen. Um in Deutschland diese Berufsbezeichnung tragen zu dürfen, muss der Fachmann zuvor eine qualifizierte Ausbildung absolviert haben, über ausreichend Berufserfahrung verfügen und in der Architektenliste der Architektenkammern eingetragen sein. Auf der Suche nach dem passenden Architekten kommt es ganz auf den Stil an. Der Hausbauer überträgt die Verantwortung und Ideen und lässt sie vom Architekten umsetzen. Beide müssen also in etwa den gleichen Stil besitzen. Als Auftraggeber sollte man sich bisherige Projekte ansehen. Entsprechen sie dem Geschmack, steht einer Zusammenarbeit fast nichts mehr im Weg. Viele Architekten besitzen inzwischen eine eigene Homepage, auf der sie bisherige Gebäude vorstellen, auch auf diesem Weg kann man den passenden Partner finden.

Alternativ kann man seine Anfrage auch als Ausschreibung auf Plattformen wie z.B. MyHammer zu stellen, um zunächst einen Überblick über die interessierten Architekten zu bekommen.

Die Kosten
Die Frage nach den Kosten stellt sich zwangsläufig, bezahlt werden Architekten in der Regel nach der sogenannten Honorartabelle. Entscheidend für die Höhe des Honorars ist der Arbeitsumfang des zu bauenden Gebäudes, der je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich ist. Innerhalb der Honorartabelle legen Architekt und Auftraggeber den Honorarsatz fest. Das Honorar für einen Architekten beträgt in der Regel rund zehn Prozent der Gesamtkosten für den Bau. Dafür übernimmt der Fachmann alle anfallenden Aufgaben.