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Mängel bei schlüsselfertigem Haus: Bauherr darf Zahlungen einbehalten

1. September 2015 1 Kommentar
cc by geograph/ Bob Embleton

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Bauherren sollten grundsätzlich den Bauvorgang genau im Auge behalten und besonders kurz vor der Fertigstellung auf eventuelle Mängel achten. Werden solche beim Kauf eines schlüsselfertigen Hauses entdeckt, hat der Bauherr das Recht weitere Zahlungen bis zur Beseitigung zu verweigern. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Bau- und Immobilienrecht des Deutschen Anwaltvereins hin.

Laut den Experten wird beim Kauf eines schlüsselfertigen Hauses ein Zahlungsplan vereinbart, in dem festgelegt wird, wann und in welcher Höhe Abschläge bezahlt werden. Am Ende wird die sogenannte Bezugsfertigkeitsrate in Höhe von 8,4 Prozent der Vertragssumme und die Fertigstellungsrate in Höhe von 3,5 Prozent der Vertragssumme gezahlt.

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshof kann der Bauherr einen Teil der Abschläge einbehalten, wenn er kurz vor der Fertigstellung Mängel entdeckt. Er nimmt dann von seinem Zahlungsverweigerungsrecht gebrauch und kann mindestens den Betrag einbehalten, der zur Beseitigung der Mängel notwendig ist. Selbst bei einem bezugsfertigen Haus sei dies möglich, wenn die Kosten zur Behebung der Mängel höher als die Fertigstellungsrate von 3,5 Prozent sind.

Hausbau: Vorher gut informieren und sich Zeit lassen

9. März 2012 Keine Kommentare
cc by flickr.com/Torsten Mangner

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Egal, ob man sich ein eigenes Haus bauen oder kaufen möchte, generell ist dies ein Schritt im Leben, den man nicht zu leichtfertig und vor allem überstürzt machen sollte. Im Vorfeld sollte man sich möglichst viel Zeit lassen und genaue Informationen von Fachleuten einholen.

Diese Informationen sind essentiell, denn nicht selten wurde aus dem Bau des Traumhauses aus reiner Unkenntnis heraus ein Alptraum. Ein Hausbau ist ein komplexes Thema, bei dem etliche Schritte, von der Finanzierung ĂĽber die Planung bis hin zu richtigen Partnern und Unternehmen fĂĽr den Bau selbst.

Angehende Bauherren machen sich zunächst Gedanken darüber, was sie genau wollen. Wie soll das Haus aussehen? Welche Materialien sollen zum Einsatz kommen? Welche Energie- und Wärmeversorgung ist für einen selbst die beste? Usw. Online findet man dazu etliche gute Seiten mit vielen Tipps und Hinweisen wie zum Beispiel die Page berliner-bauen.de mit Checklisten für den Hausbau.

Lehm als Wandputz wird wiederentdeckt

24. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Euronaut

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Seit Urzeiten haben Menschen zum Bauen von Häusern Lehm verwendet. Es ist eine der ältesten Bautechniken der Menschheit. Erst im Zuge von modernen, künstlichen Stoffen gingen die natürlichen Baustoffe wie Lehm langsam verloren. Dies ändert sich jedoch seit einigen Jahren wieder, denn Lehm hat etliche Vorteile.

Lehm sorgt für eine gesunde Luftfeuchtigkeit in Innenräumen von im Schnitt 50 Prozent. Dies ist nicht zuletzt für die Schleimhäute gut und schützt so vor Erkältungen. Je dicker der Lehmputz ist um so stärker tritt dieser Effekt hervor. Da es sich um einen natürlichen Baustoff handelt, leben auch Allergiker oder chronisch Kranke gut mit Lehm an Wänden oder Decke. Kauft man sich einen Fertig-Lehmputz, so sollte man auch wirklich auf dessen Natürlichkeit achten.

Lehm hat zudem die Eigenschaft Ausdünstungen, Schadstoffe in der Luft oder Rauch zu absorbieren. Lehmputz lässt sich zwar auch von Heimwerkern auftragen, jedoch sollte man sich bei komplizierten und größeren Arbeiten wie an der Decke Hilfe vom Fachmann holen. Bilder aufhängen ist bei einem guten Lehmputz dann kein Problem, nur für Hängeschränke oder Ähnliches benötigt man in der Regel extra Konstruktionen.

Bauherren: Die meisten wollen eigene Ideen umsetzen

17. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Radomil

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Den Traum vom Eigenheim erfüllen sich nicht zuletzt dank der aktuell niedrigen Bauzinsen immer mehr Deutsche. Wer dabei von einem Neubau träumt, der steht natürlich vor der Wahl wie sehr man selbst bei der Planung des Hauses involviert sein möchte. Laut dem Infodienst „Bauen und Finanzieren“ der Landesbausparkassen setzen die meisten Bauherren auf einen Neubau in Eigenregie. Dabei berufen sich die Experten auf Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Ganze 58 Prozent der Bauherren setzen auf eine Verwirklichung der eigenen Ideen mit Hilfe von Architekten und Bauunternehmen. Gut 29 Prozent der Neubauten werden hingegen schlĂĽsselfertig ĂĽbergeben und 12 Prozent kaufen ein Fertighaus.

Wer von einem neuen Haus träumt, der muss logischerweise mehr Geld einplanen als jemand der bereits eine Bestandsimmobilie erwirbt. Laut einer Auswertung von 25.000 Objekten der Immobilienmakler der Sparkassen und der LBS kostet ein Neubau im Schnitt 290.000 Euro. Eine Bestandsimmobilie schlägt hingegen mit rund 153.000 Euro zu Buche.

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Klinkerfassade: Auf die Qualität der Fuge kommt es an

3. Februar 2012 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Stefan KĂĽhn

cc by wikimedia/ Stefan KĂĽhn

Bei der Wahl der Fassade gibt es viele Möglichkeiten. Dabei entdecken immer mehr Bauherren heutzutage Klinkerfassaden wieder für sich. Diese sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch robust und können einen energieeffizienten Wärmeschutz bieten. Beim Bau sollte bei Klinker jedoch unbedingt auf die Qualität der Fugen geachtet werden, da sie die größte Schwachstelle des Mauerwerks bilden können.

Klinker sind hart im Nehmen und wetterfest. Heutzutage wird meist eine dünnere Klinkermauer vor das eigentliche Mauerwerk gesetzt. Lässt man dazwischen eine Luftschicht, entsteht ein idealer Wärmeschutz. Klinker erleichtern einem einiges an Arbeit, denn im Gegensatz zu anderen Varianten muss weder ein Anstrich gemacht werden noch sind andere Überarbeitungen alle paar Jahre nötig. Das einzige, was man wirklich beherzigen sollte, ist, dass die Mörtelfugen nach 60 bis 80 Jahren überprüft und bei Bedarf ausgebessert werden.

Es kann bei Klinkern nämlich vorkommen, dass sich bei Regen ein Feuchtigkeitsfilm auf den Steinen bildet. Ist der Mörtel in den Fugen porös, so wird die Nässe ins Mauerwerk gedrückt und kann Schäden anrichten. Setzt man jedoch auf eine hochwertige Verarbeitung der Fugen und behandelt diese entsprechend nach, so halten Klinker laut Experten mehrere hundert Jahre.