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Artikel Tagged ‘Finanzierung’

Die Baufinanzierung

19. Dezember 2016 Keine Kommentare

Kreditvertrag | Foto: flickr/lafapixellutions

Kreditvertrag | Foto: flickr/lafapixellutions

Das eigene Haus, so kann man sicher sagen, ist der Traum einer jeden Familie. Nicht zuletzt auch deswegen, weil eine eigene Immobilie als gute Investition für die spätere Altersvorsorge gilt, da sie keinen großen Wertschwankungen unterworfen ist.

In der Mehrzahl der Hauskäufe benötigen die Erwerber die Hilfe von Banken, die ihnen einen nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen orientierten Baukredit gewähren, denn nicht in jeder Familie gibt es Verwandschaft, die mit einem Privatkredit aushilft.

Dabei gilt es in erster Linie sicherzustellen, dass die Raten über die gesamte Laufzeit der Finanzierung gezahlt werden können und die Immobilie nicht veräußert werden muss, sollte das Familieneinkommen aufgrund von Arbeitslosigkeit oder Familienzuwachs sich deutlich reduzieren.

Um Engpässen aus diesen Gründen von vornherein vorzubeugen, spielt bei der Vergabe von Baukrediten auch das zur Verfügung stehende Eigenkapital eine Rolle. Die Mehrzahl der Banken erwarten, dass mindestens 10-15 % der zu finanzierenden Summe an Eigenkapital für den Erwerb des Hauses bereitgestellt werden sollte. Allein schon aus dem Grund, weil der Beleihungswert einer erstrangigen Grundschuld bei maximal 75 % liegt und jede weitere Grundschuld die Finanzierung durch einen höheren Zinssatz verteuert, kann an Eigenkapital niemals genug vorhanden sein.

Sicher, die Banken finanzieren bei entsprechender Bonität des Erwerbers ein Haus auch zu 100 %. Doch in solchen Fällen kann der Erwerber nicht damit rechnen, einen dem aktuellen Marktwert entsprechenden Zinssatz zu bekommen. Vielmehr noch gehen die Banken von einem erhöhten Kreditausfallrisiko aus, sollte eine so genannte Vollfinanzierung der Immobilie gewünscht sein. Die Folge ist ein Zinsaufschlag.

Dabei sollte es bei einer guten Vorausplanung für einen Hauskauf eigentlich kein großes Problem für den Erwerber sein, genügend Eigenkapital anzusparen. Denn die meisten Arbeitnehmer verfügen über einen Bausparvertrag, den sie mit den VL ihres Arbeitgebers besparen. Ist dieser Bausparvertrag hälftig bespart, kann das Guthaben als Eigenkapital verwandt werden und das sich anschließende Bauspardarlehen sichert dem Erwerber sogar noch einen günstigen Zinssatz, der immer noch unter den Konditionen für einen Baukredit der Bank liegt.

Sicher, die Zinsen für Baukredite sind infolge der Finanzkrise weiterhin recht günstig, was viele Menschen zu der Überlegung veranlasst, Eigentum zu erwerben. Baukredite im Internet werden bei einer 10jährigen Zinsbindung zuweilen für 3,5 % angeboten; Baukredite der filialgeführten Banken sind geringfügig teurer.

Dabei ist immer zu bedenken, dass nach Ablauf der Zinsbindung die Konditionen deutlich teurer sein können. In den Finanzierungsgesprächen mit der Bank wird dieses Szenario bei der Zusammenstellung des Baukredites aber beachtet. Der Erwerber selbst sollte nur die Entwicklung der Zinsen zum Ende der Zinsbindung selbst verfolgen, um notfalls durch ein Forward-Darlehen entsprechend zu reagieren.

Aktuelle Konditionen für eine Baufinanzierung kann man kostenlos und unverbindlich online mit einem Baufinanzierungsrechner berechnen. Die wichtigsten Informationen zu den populärsten Kreditarten hat hier das Finanzportal smava in einer übersichtlichen Grafik zusammengefasst:

Wie kann ich eine Baufinanzierung umschulden?

15. April 2012 Keine Kommentare

Ulster Bank - fotopedia/kyz

Darlehensnehmer, die ein Immobiliendarlehen abschließen, wählen zumeist eine Zinsbindungsfrist von fünf bis zehn Jahren. Üblich ist auch eine zehnjährige Zinsbindungsfrist. Ist diese Frist abgelaufen, verbleiben in der Regel zwischen 75-80 Prozent des Baudarlehens als Restschuld. In diesem Fall ist eine Prolongation des Darlehens notwendig. Um frühzeitig günstige Zinsen für die Prolongation zu sichern, empfiehlt sich ein Forward-Darlehen. Insbesondere in den letzten Jahren wurde diese Finanzierungsform immer beliebter unter den Darlehensnehmern. Dies liegt hauptsächlich im günstigen Zinssatz, aufgrund des aktuellen Leitzinses der Europaischen Zentralbank, begründet. Hierdurch ist es den Banken möglich, günstige Baufinanzierungskonditionen zu offerieren.

Ist gerade eine Leitzinssenkung durchgeführt wurden und in Folge niedriger Zinsen eine günstige Baufinanzierung abrufbar, dann haben Sie die Möglichkeit ein bestehendes Immobiliendarlehen umzuschulden. Weitere Informationen finden Sie auf http://umschuldung-vergleich.de/.

Das Forward-Darlehen
Das Forward-Darlehen stellt ein klassisches Annuitätendarlehen dar, welches für die meisten Bau- und Immobilienfinanzierungen genutzt wird. Anders als bei den anderen Kreditformen, wird das Annuitätendarlehen nach Ablauf der Bereitstellungsfrist – in der Regel sind es maximal 12 Monate – ausbezahlt. Hierbei erfolgt die Auszahlung in voller Höhe des Darlehens – und nicht in Teilsummen.

Die Vorlaufzeit – der Zeitraum zwischen Antrag und Auszahlung – kann individuell vereinbart werden. In manchen Fällen kann diese einige Jahre betragen. Zahlreiche Banken bieten Forward-Darlehen mit einer Vorlaufzeit von bis zu fünf Jahren an. Somit ist es möglich, schon frühzeitig die günstigen Zinsen für die in 60 Monaten fällig werdende Baufinanzierung zu sichern.

Sieht man jedoch von der Vorlaufzeit ab, handelt es sich bei einem Forward-Darlehen um ein klassisches Annuitätendarlehen. Es ist mit einer Zinsbindungsfrist von fünf bis 15 Jahren und einer während der Zinsbindungsfrist immer konstant bleibenden Tilgungsrate ausgestattet. Auch Sondertilgungen und eine Option auf Tilgungsänderung können auf Wunsch vertraglich festgehalten werden. Auf www.immobilien-real-estate.com finden Sie Infos rund um die Immobilie.

Durchchecken eines unfertigen Hauses

22. März 2012 Keine Kommentare

cc by flickr/ ell brown

Man sieht sie recht häufig, wenn man mit offenen Augen durch die Gegend fährt oder geht – die Bauruinen. Da stehen sie nun, halbfertig oder nur zum Teil fertig, legen Zeugnis ab von groĂźen Plänen und wie diese manchmal schief gehen können. Es gibt viele GrĂĽnde, warum ein Bau nicht fertig gestellt werden kann.

Vielleicht sind Bauvorschriften nicht beachtet worden und die Behörde hat einen Baustopp verfügt. Vielleicht ist ganz und gar ohne Genehmigung munter drauflos gebaut worden und die Behörde hat dem Schwarzbau Einhalt geboten. Vielleicht ist dem Bauherrn das Geld ausgegangen. Oder es gab einen tragischen Trauerfall in der Familie, nun sind andere Dinge wichtiger als das halbfertige Haus.
In den meisten Fällen, in denen so ein unfertiges Haus zum Kauf angeboten wird, ist es allerdings wirklich die blanke Geldfrage. Da wurden bei der Finanzierung gravierende Fehler gemacht, die gesamte Kalkulation brach zusammen und damit war das Aus für das Bauvorhaben gegeben. Um nun noch zu retten, was zu retten ist, soll die Bauruine verkauft werden. Doch Vorsicht, wer ein solches unfertiges Haus erwirbt, um es fertig bauen zu lassen, der sollte sehr kritisch die vorhandene Bausubstanz prüfen.

Denn wenn es finanzielle Engpässe beim Bau gibt, wird nicht selten an hochwertigen Materialien und an Facharbeitern gespart. Daher empfiehlt es sich immer, einen versierten Spezialisten zu Rate zu ziehen, wenn man ein unfertiges Haus kaufen möchte, das ist ähnlich wie bei der Altbausanierung. Der Laie hat einfach keine Vorstellung, welche Arbeit und Kosten da auf ihn zukommen können.

Der Fachmann, das kann ein Architekt, ein Bausachverständiger oder ein Baugutachter sein, weiß dagegen sehr genau, wo die kritischen Punkte liegen, auf die er sein Hauptaugenmerk zu richten hat. Er kann dem potentiellen Käufer eine detaillierte Darstellung über die zu erwartenden Kosten und den gesamten Umfang der Arbeiten liefern. Letztendlich bleibt dem Kaufinteressenten die Entscheidung überlassen, ob er sich dieser Aufgabe stellt.

Immobilienkauf in Berlin

25. Januar 2012 Keine Kommentare

Berliner Funkturm - flickr.com/pixel0908

Berlin ist eine groĂźe Stadt, eine Metropole – Schmelztiegel von Kulturen, multikulturell, rasant wachsend und sich verändernd und ebenso geschichtsträchtig. Ehemaliger West- und Ostteil sind zusammengewachsen, Schwerpunkte in der Stadt haben sich verlagert, Wohn- und Geschäftslagen in ihrer Bedeutung und dem Preisniveau verändert – und tun das fortlaufend. Die Entwicklungen in der Stadt sind so vielfältig, wie die Stadt selbst – hier den Ăśberblick zu haben, aktuelle Immobilienpreise und prognostische Entwicklungen einschätzen zu können, verlangt ein hohes MaĂź an weit gefächerter Professionalität und einen kompetenten und wachen Blick auf das aktuelle Geschehen am Markt. Ebenso wie die Beobachtung Berlin/-bezirksspezifischer bau- , wirtschafts- und sozialpolitischer Tendenzen, des Quartiersmanagements und anderer Kräfte, die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt beeinflussen – kaum wahrgenommen – und nicht zuletzt die einzelne, konkrete Immobilie – mit ihren ganz eigenen Besonderheiten. Immobilien in Berlin sind so ebenso vielfältig wie die Stadt selbst.

Bereits die komplexen Rahmenbedingungen machen deutlich, dass es insbesondere fĂĽr Sie als privaten Immobilienkäufer Sinn macht, sich entsprechend beraten zu lassen. DarĂĽber hinaus erfordert der Kauf einer Immobilie fundierte, praxisbezogene Kenntnisse und Erfahrungen aus zahlreichen anderen beruflichen Kontexten: Bei Fragen hinsichtlich der Voraussetzungen und Ausgestaltung der Finanzierung, der Abwicklung und Feinheiten im Zusammenhang mit dem notariellen Kaufvertrag und baurechtlicher und/oder gar nachbarschaftsrechtlicher Vorschriften – steht der erfahrene Immobilienmakler hilfreich zur Seite. Und ermöglicht Ihnen, sich den wesentlichen Fragestellungen zu widmen, die Sie hinsichtlich der Auswahl der Immobilie beschäftigen.

Das breite und sehr vielseitige Angebot von Immobilien in Berlin – im internationalen Jargon auch Real Estate Berlin genannt – stark divergierende Kaufpreisvorstellungen und örtliche Bedingungen erschweren es dem Laien, zu vergleichen und die Angebote entsprechend zu bewerten. Professionell erstellte ExposĂ©s und die Beschaffung und Analyse weiterer dienlicher und aussagefähiger Unterlagen durch einen kundigen Immobilienmakler ersparen nicht nur viel Zeit, sondern ermöglichen eine strukturierte und zielorientierte Immobiliensuche.

Der Immobilienkauf in Berlin verlangt mehr Fachwissen und auch FingerspitzengefĂĽhl, als manch Zeitgenosse meinen möchte: Fachmakler verfĂĽgen ĂĽber interdisziplinäres und multiprofessionelles Wissen, den „Blick ĂĽber den Tellerrand“ – und machen diesen fĂĽr Sie direkt nutzbar: Ob Erläuterung der Teilungserklärung, Fragen zum Sondereigentum, der InstandhaltungsrĂĽcklage oder Wirtschaftlichkeitsberechnungen und der Verwalterzustimmung – eine vertrauensvolle Beratung, die kraft vielseitigen Engagements eine hohe Informationsdichte und Qualität aufweist und ĂĽber das Ăśbliche hinausgeht, fĂĽhrt Sie als Käufer durch den Dschungel des Immobiliengeschäfts in einer pulsierenden Stadt. Von der ersten Idee bis zur Abwicklung des Kaufvertrages. Von Ausbau- und Umgestaltungsfragen bis zum Einzug. Beim Miet- und Geschäftshaus ebenso, wie bei der selbstgenutzten Zweizimmerwohnung.

Derart professionelle Begleitung erlaubt es nicht zuletzt, Fragen zu stellen, die man nicht erahnt hätte und Antworten zu erhalten, die bedeutsame Erkenntnisse über sonst im Dunklen verbliebene Details vermitteln. Das beruhigt, erspart Enttäuschungen und schafft eine solide Grundlage für die Realisation individueller Wohnvorstellungen oder den Erwerb wirtschaftlich sinnvoller Renditeobjekte.

Haus bauen oder kaufen?

3. Januar 2012 Keine Kommentare

Haus bauen oder kaufen? flickr.com/Thomas Kohler

Bei der Frage nach dem zukünftigen Eigenheim stellt sich als erstes das Problem: Haus oder Eigentumswohnung? Doch auch wer sich hier bereits entscheidungsfreudig gezeigt hat und klar zum eigenen Einfamilienhaus tendiert, steht noch vor einer weiteren, existentiellen Entscheidung. Nämlich der, ob der Traum vom Haus gekauft oder selbst gebaut werden soll.

Hausbau oder doch lieber kaufen – wichtige Entscheidungshilfen
FĂĽr die meisten ist es vermutlich einfacher ein Haus zu kaufen, besonders dann, wenn man bereits sein Traumhaus entdeckt oder schlichtweg nicht die höchsten AnsprĂĽche hat. Der Vorteil beim Hauskauf ist dabei unumstritten der, dass man sich weitestgehend nach den eigenen Ersparnissen richten und die Marktlage beobachten kann. Preise fĂĽr Häuser unterliegen den marktĂĽblichen Schwankungen, aber auch vieler politischer und wirtschaftlicher EinflĂĽsse. Wer sich in Geduld ĂĽben kann, der hat durchaus Chancen auf ein Schnäppchen. Der bĂĽrokratische Aufwand fällt dabei – im Gegensatz zum Hausbau – verhältnismäßig gerung aus. Allerdings – ein Haus kaufen bedeutet stets, dass man keinen Einfluss darauf hat, was mit dem Haus bis dahin geschieht. Wie bei jeder anderen Gebrauchtware auch, kann das gekaufte Haus versteckte Mängel aufweisen, die sich erst später bemerkbar machen. Ein Gutachter sollte also stets eingeplant werden.

Individualisten werden sich grundsätzlich für den Hausbau entscheiden. Vom Keller bis zum Schornstein durchgeplant ist der Hausbau der wohl einzige Weg zum wirklichen Traumhaus. Doch gerade hier lauern Gefahren, die beim Haus kaufen gar nicht erst auftreten. Wenn die Baufirma pleitegeht, die Handwerker pfuschen, oder wichtige gesetzliche Regelungen für den Bau eines Hauses nicht eingehalten wurden, dann ist der Ärger groß. Die größte Gefahr ist dabei allerdings das eigene Kapital. Denn keine Baustelle der Welt lässt sich auf den Euro genau kalkulieren, und kommt am Ende noch eine weitere finanzielle Belastung hinzu, dann kann dies durchaus den kurzfristigen Baustopp bedeuten.

In beiden Fällen gilt: Großzügig planen, auch finanziell, und nichts überstürzen. Dann ist die Frage nicht mehr die, ob gekauft oder gebaut werden soll, sondern nur noch wann und wo.