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Wissenswertes zur Herstellung einer Bodenplatte

cc by fotopedia / Anna Strumillo

Eine Bodenplatte stellt den Grundstein eines jeden grĂ¶ĂŸeren Bauwerks dar. Je nach Verwendung ermittelt ein Statiker die Dicke der Bodenplatte, aber auch Lage und Menge der Bewehrung. Es ist darauf zu achten, dass bei einer Winterbetonage die Außentemperatur nicht unter 5°C liegt. Bei diesen Witterungsbedingungen sind besondere Vorkehrungen zu treffen.Bodenaushub und Schalung

Beginnt man mit dem Bodenaushub, ist es wichtig, die Drainageschicht  zu berĂŒcksichtigen. Das Kies-Sandgemisch (auch Sauberkeitsschicht genannt) hat die Aufgabe, das Wasser abzuleiten und somit das Fundament vor Feuchtigkeit zu schĂŒtzen. Nach dem Bodenaushub wird der Untergrund geebnet und gefestigt. Das spĂ€tere Bauwerk muss eine hohe Standfestigkeit aufweisen und darf sich nicht mehr setzen.

FĂŒllt man nun die Grube mit dem Kies-Sandgemisch auf, wird  der Untergrund gefestigt und geebnet. Mit einer Systemschalung werden die SeitenflĂ€chen begrenzt. Es ist darauf zu achten, dass die Schalung vor dem Einbau mit Schalungsöl zu befeuchten ist. Dies dient dazu, dass sie sich nach der Fertigstellung leichter ausbauen lĂ€sst.

Über den bindigen Boden  wird eine  PE- Folie verlegt, damit aufsteigendes Wasser nicht den Beton angreifen kann. Bevor der Fertigbeton angeliefert und vergossen wird, sollten die HausanschlĂŒsse zwischen der Bewehrung vorinstalliert sein.

Werksbeton und Mischungszusammensetzung

Durch die ĂŒberwiegende Verwendung von Fertigbeton, braucht man sich ĂŒber die Zusammensetzung des Betons grundsĂ€tzlich keine Gedanken machen.  Will man den Beton selbst herzustellen,  ist eine Gesteinskörnung mit einem GrĂ¶ĂŸtkorn von 16 cm zu empfehlen. Dadurch bleibt der Wasseranspruch und Zementverbrauch am geringsten. Um den Beton noch besser verarbeiten zu können, kann man VerflĂŒssiger hinzugeben.

Beton gießen

Beim Gießen des Betons ist darauf zu achten, eine Fallhöhe von 50cm nicht zu ĂŒberschreiten, da es sonst zu einer Entmischung kommen kann. Es ist nicht empfehlenswert, zur UnterstĂŒtzung der Betonverteilung an der Bewehrung zu rĂŒtteln. Dadurch können kapillare ZwischenrĂ€ume unmittelbar neben der Bewehrung entstehen. Dies hat zur Folge, dass sich in den ZwischenrĂ€umen Wasser sammelt und somit kein Verbund zwischen Bewehrung und Beton entsteht.

RĂŒttelflaschen tragen dazu bei, dass der Beton gleichmĂ€ĂŸig auf der FlĂ€che verteilt wird. Sobald die BetonoberflĂ€che mit der Schalungskante abschließt, kann die OberflĂ€che mit einer Aluminium-Schiene und einem Reibebrett geglĂ€ttet werden.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung der Bodenplatte ist von grĂ¶ĂŸter Wichtigkeit. Beim Austrocknen des Betons entsteht eine große HydratationswĂ€rme, die Risse im Beton verursachen kann. Dem kann vorgebeugt werden, indem man die Platte mit Wasser besprĂŒht. So kann die WĂ€rme Wasser ziehen und  beschĂ€digt nicht den Beton.  Der Beton sollte solange wie möglich in der Schalung belassen werden, kann aber nach dem Erreichen der Endfestigkeit  entfernt werden.  Weiterhin ist zu empfehlen, die Betonplatte mit dampfdichten Folien zu bedecken.

Die beschriebene Anleitung  fĂŒhrt  zur  optimalen Herstellung der Bodenplatte. Sie entwickelt ihre Endfestigkeit nach 28 Tagen und kann dann voll belastet werden.

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